+++ Herzlich Willkommen in der Berg- und Schieferstadt Lehesten / Thür. Wald +++
Schmiedebach ist eine Ortschaft in steiler Hanglage, nahe dem ehemals größten Schieferbuch Europas, dem “Örtelsbruch”, gelegen. Dort wird heute noch im Tagebau Schiefer abgebaut. Der Ort ist Ausflugsstation des “Schieferlehrpfades” und der “Thüringisch - Fränkischen Schieferstraße”. Sehenswert ist das Schieferdorfmuseum sowie das Schul- und Spielzeugmuseum "Lehrer Lämpels - Gute Stube".  Einen Besuch sollte man auch der KZ Gedenkstätte “Laura” abstatten.

 

Chronik Schmiedebach

1414

erste urkundliche Erwähnung Schmiedebachs in einem so gesannten „Willebrief" der Orlamünder Grafen vom 19. Juni 1414. Die charakteristische Lage des Ortes als Angerdorf lässt seine Entstehung im Zuge der Siedlungsbewegung im 11. oder 12.Jahrhundert vermuten.

1512

verkaufte Jobst von Könitz drei Bauern aus Schmiedebach an seinen Onkel Hartmann nach Eyba

1632

benutzten die Schweden die Schmiedebacher Kirche als Pferdestall

1656

Bau der neuen Kirche mit Wehrmauer

1662

Erster Nachweis für Schiefergewinnung auf Schmiedebacher Flur am „Hohlen Stein"

1774

Urkundliche Erwähnung der Schiefergewinnung „Weißenlochsbruch" (Bärenstein)

1849

erwarb Ernst Oertel Anteile am „Hauptmanns" und am „Thomas" - Bruch

1860

Karl Oertel, der Sohn von Ernst, wir alleiniger Besitzer der Schieferbrüche

1890

unter dessen Weiterführung entstand der größte und modernste Schieferbruch des europäischen Festlandes, der in dieser Zeit ca. 1000 Arbeiter beschäftigte

1909

am 27. Oktober erhielt die Schule als erstes Haus im Ort elektrisches Licht, der Oertelsbruch nutzte bereits ab 1886 elektrische Beleuchtung

1943

entsteht auf dem Oertelsbruch im „Fröhlichen Tal" das KZ-Außenlager „Laura"

1952

Schmiedebach gehört dem neu gebildeten Kreis Lobenstein

1958

Gründung der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft TYP I

1961

das Sperrgebiet entsteht

1969

bis ca. 1975 werden die Schmiedebacher Bauern Mitglied der LPG TYP III in Leheesten

1992

Gebietsreform - Schmiedebach gehört wieder zum Landkreis Saalfeld

1993

Eingemeindung zur Stadt Lehesten

1998

ein neuer Kirchknopf wird aufgesetzt

2008

der ehemalige Oertelsbruch ist die letzte tätige Schiefergrube in Thüringen